Aktuell

 

 

Arno Camenisch, Zsuzsanna Gahse, Dalibor Marković: „Das Wort auf der Zunge“

Lesung im Kunsttempel am 27. Februar 2018, 19.30 Uhr

In Kooperation mit der Stiftung Brückner-Kühner im Rahmen des 8. Kasseler Komik-Kolloquiums

Ein poetisches Gastmahl und ein Lautschmaus, bei dem die Sprache genussvoll durchgekaut und verdaut wird:

Arno Camenisch aus der Schweiz, Jahrgang 1978, erhielt 2015 in Kassel den Förderpreis Komische Literatur. Er stellt seinen neuen Roman „Der letzte Schnee“ vor, in dem erzählt wird, um das große Verschwinden (nicht nur des Schnees) aufzuhalten.

Zsuszanna Gahse, geboren 1946, hat ungarische und auch Kasseler Wurzeln und lebt ebenfalls in der Schweiz. Sie liest, wie sie mitteilt, „Darm-Hirn-Verbindungen“ aus ihrem neuen Buch „Siebenundsiebzig Geschwister“: Die Vielfalt von Schwestern und Brüdern sowie der Sprache bringt immer wieder neue Textformen hervor.

Der Beatboxer, Laut- und Wortkünstler Dalibor Marković, 1975 in Frankfurt am Main geboren und dort lebend, gilt als König, Kaiser und Kanzler des Spoken-Word. Seine künstlerischen Wurzeln liegen in der Musik, weshalb er mit Sprachklängen unerhört köstliche Rhythmen macht.

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Tupi, or not tupi. Anthropophagische Poesie

Ausstellung im Kunsttempel vom 1. März bis 15. April 2018

In Kooperation mit der Stiftung Brückner-Kühner im Rahmen des 8. Kasseler Komik-Kolloquiums

Anthropophagischer Kunst von and-or, Steffi Jüngling, Dagmara Kraus, Jürgen O. Olbrich, Carola Ruf, Gregor Weichbrodt 

Öffnungszeiten Fr. bis So. / 15 bis 18 Uhr

 

Do, 1. März, 19.30 Uhr: Eröffnung

Einführung: Friedrich W. Block



Zur Ausstellung

Anthropophagische Poesie ist eine Sprachkunst, die vorhandenes Text- und Bildmaterial verschlingt und anders und neu wieder hervorbringt. Die Ausstellung ist nicht zuletzt eine Hommage an den nordhessischen Seefahrer und Autor Hans Staden (1525-1576), der in Brasilien fast vom Volk der Tupinambá verspeist wurde.

Die Zürcher Gruppe and-or mit René Bauer, Beat Suter und Mirjam Weder präsentiert eine Online-Anwendung, mit der sich Tweets durch Buchstaben anfressen lassen, um neue Texte auszuspucken. Jürgen O. Olbrich verkehrt ins Negative, was ihn in jungen Jahren mit Text und Bild gut genährt und belehrt hat. Gregor Weichbrodt schreibt Texte, die Texte aus anderen Texten schreiben. Carola Ruf hat buchstäblich Bücher durchbohrt und die Bohrkerne in Reagenzglasröhren gefüllt. Steffi Jüngling präsentiert in der Tradition der Schluckbildchen neue Varianten der Esszettel. Und Dagmara Kraus, die am 3. März mit dem Förderpreis Komische Literatur ausgezeichnet wird, zeigt einen Ikonenklon. 

Der Eintritt ist frei. Spenden sind herzlich willkommen.


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