3durch3 / 4.09

3durch3. reihe sprachkunst
Felix Philipp Ingold - Michèle Métail - Louis Roquin

22. April 2009, 19 Uhr

Ausstellungseröffnung und Poesieabend

Ausstellung bis 3. Mai 2009

Les arts contigus: ein Poesie-Abend, an dem sich Text, Klang und Bild durchdringen. Aus Frankreich kamen die Dichterin Michèle Métail und der Klang- und Bildkomponist Louis Roquin. Sie führten gemeinsam Text-Klang-Stücke (Mandibule, Mâchoire) auf und trugen auch einzeln vortragen (2888 Donauverse / Bibliographie). Felix Philipp Ingold aus der Schweiz las aus seinem soeben erschienen Werk Gegengabe, ein vielseitiges Buch aus der Dreifelderwirtschaft des Autors (Poetisches, Kritisches, Privates), sowie aus weiteren Gedichtbänden. In Beziehung dazu gesetzt war die Ausstellung mit visuellen Texten, Partituren und Zeugnissen aus der poetischen Werkstatt.

Eine Veranstaltung von Kunsttempel und Stiftung Brückner-Kühner
in Kooperation mit der Stadtbücherei Stuttgart.

Felix Philipp Ingold wurde 1942 in Basel geboren und lebt in Zürich und Romainmôtier. Er arbeitet als Schriftsteller, Übersetzer, Publizist, Journalist und ist Emeritus für Kultur- und Sozialgeschichte Russlands an der Universität St. Gallen. Ingold ist Autor von Gedichten, Romanen, Erzählungen, Kurzprosa, Aufsätzen, Essays und journalistischen Texten. Nach seinem Debüt Schwarz auf Schnee. Achtundfünfzig Gedichte (Arche 1967) erschienen zahlreiche Bücher, zuletzt: Im Namen des Autors. Arbeiten für die Kunst und Literatur (Fink 2004); Wortnahme. Jüngste und frühere Gedichte (Urs Engeler Editor 2005), Tagesform. Gedichte auf Zeit (Droschl 2007), AproPollinaire (mit S. Chapman, K.G. Renner 2008), Gegengabe (Urs Engler Editor 2009). F. P. Homepage

 

Michèle Métail, 1950 in Paris geboren, lebt als Dichterin und Sinologin in Lasalle in Südfrankreich. Seit 1973 veröffentlicht sie ihre Texte zumeist mündlich – über 200 solch mündlicher Publikationen erfolgten in aller Welt. Der Text ist Partitur, die mündliche Wiedergabe bildet die kreative Endstufe des Schreibens. Visuelle Poesie zeigt sie in Einzel- und Gruppenausstellungen. Bis 1998 gehörte sie zur internationalen Künstlergruppe OuLiPo (Werkstatt für potentielle Literatur). Natürlich gibt es auch Buchveröffentlichungen, auf Deutsch: Gehen und Schreiben (DAAD 2002), 2888 Donauverse (Edition Korrespondenzen 2006) eine Publikation der deutschen Übersetzung des Projekts La route de cinq pieds (Tarabuste 2009) ist in Vorbereitung. Michèle Métail bei Lyrikline.

 

Louis Roquin, geboren 1941 in Paris, lebt als Klang- und Bild-Komponist in Lasalle in Südfrankreich. Sein Werkverzeichnis beinhaltet mehr als 200 Kompositionen. Roquin, der u. a. bei Pierre Schaeffer studiert hat, nähert sich der Musik auch über Text; er fertigt Collagen, Fotos, Kalligraphien. Der graphische Eigenwert der Partituren ist ihm gleich wichtig wie die Konzeption als spielbares Stück. Es erschienen Publikationen mit visuellen Partituren, auf Deutsch zuletzt das Kunstbuch Le son d'une ville / Der Klang einer Stadt: Berlin (F.Despalles 2008). Zusammen mit Michèle Métail arbeitet er als Les arts contigus in gemeinsamen Projekten an einer Begegnung der Künste.

 


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