3durch3 / 07.08

 

3durch3. reihe sprachkunst

Lesung und Ausstellungseröffnung

Do, 3. Juli 2008, 19 Uhr

Barbara Köhler trug aus ihren Gesängen Niemands Frau vor, einer Neu- und Gegendichtung der Odyssee, flankiert von einer Videoinstallation. Aus Rio de Janeiro kam André Vallias und gab an diesem Abend und in der Ausstellung Einblick in seine subtilen audiovisuellen und digitalen Gedichte. Hans Rudolf Zeller führte seine Scriptophonie auf, eine Fusion von Schreiben und Artikulieren; Tesabilder und Tesa-Klänge waren sein Beitrag zur Ausstellung.

Barbara Köhler ist Autorin von Dichtung, Essays und raumbezogener visueller Poesie. Sie wurde 1959 in Burgstädt geboren, studierte am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig und arbeitete in verschieden Funktionen am Theater in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Seit 1994 lebt sie in Duisburg. Ab 1991 sind zahlreiche Bücher erschienen, zuletzt bei Suhrkamp: Gertrude Stein: Tender Buttons / Zarte knöpft, übertragen von B.K. (2004), Samuel Beckett: Trötentöne / Mirlitonnades, übertragen von B.K. (2005), Niemands Frau. Gesänge (2007). Barbara Köhler wurde vielfach ausgezeichnet. http://www.m-bochum.de/mbochum.php.

André Vallias, geboren 1963 in São Paulo, Brasilien, lebt als Autor von Gedichten, (audio)visuellen und interaktiven Texten, Kurator, Grafikdesigner und als Inhaber des Medienproduktionsunternehmens Refazenda in Rio de Janeiro. Von 1987 bis 1995 wohnte er in Deutschland, wo er u.a. 1992 die erste Ausstellung zur digitalen Poesie zusammen mit F.W. Block organisierte. Zuletzt war er 2007 verantwortlich für die Ausstellung poiesis sowie für die Veranstaltungsreihe Erratica in Rio de Janeiro. Seine digitalen Gedichte sind zu finden unter: www.andrevallias.com und www.erratica.com.br.

Hans Rudolf Zeller geboren 1934 in Berlin, lebt als Künstler und Musiktheoretiker in München. Seit 1959 entstehen experimentelle Texte, Kompositionen, Klangaktionen, Essays, Sendungen und Übersetzungen. Bereits in den 1960er Jahren entwickelte Zeller ‚kinematologische Literatur’, seit Mitte der 1970er Medienkompositionen, Sprech-Schriften, Stücke für Stimme und Diascriptor, Videoprojektionen (Sciptophonie). Zuletzt zeigte Zeller seine Tesabilder und -klänge, verbunden mit Klangaktionen, im Schloss Kallmünz, Meran.

Die Reihe 3durch3 wird vom Kunsttempel in Kassel, der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadtbücherei Stuttgart veranstaltet
www.3durch3.de

Fotos: Köhler: gezett.de; Vallias: Bel Pedrosa.

 


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